Die #Migrationsstatistik macht mir Sorgen

Können wir über kontroverse Themen noch sachlich diskutieren? Jedenfalls betrachte ich die aktuellen Daten der Wanderung von und nach Deutschland mit großer Sorge:

Mir will scheinen, daß wir jedes Jahr eine einheimische Kleinstadt verlieren und dafür eine ausländische Großstadt importieren.

Was nicht in den Zahlen steht, ist das Bildungsniveau bzw. die Qualifikation der Auswanderer im Vergleich zu derjenigen der Zuwanderer. Ich befürchte, daß das Humankapital in Deutschland aufgrund der Migration (zusätzlich zu den Miseren der Bildungspolitik) kontinuierlich abnimmt, da die Zuwanderung primär dem Sozialstaat gilt. Wie wir jedoch (fast) alle wissen, wird der Grundstock des deutschen Wohlstands in den Köpfen unserer Landsleute gelegt.

Was außerdem nicht in den Zahlen steht, ist die mit dieser Wanderungstendenz verbundene, demographische Entwicklung. Wie verhält sich die Zusammensetzung nach 10, 15 oder 20 Jahren?

Ist es noch möglich, in diesen aufgeregten Zeiten solche Gedanken anzustellen und ein Problem darin zu sehen, daß unsere Gesellschaft allein anhand eines solchen Symptoms auseinanderzufallen scheint?

Sachliche Beiträge erbeten.

3 thoughts on “Die #Migrationsstatistik macht mir Sorgen”

  1. Leider ist seit Jahren der Trend zu erkennen, dass gut ausgebildete Menschen Deutschland verlassen. Da wandert sehr großes Humankapital ab. Die typische Migration dagegen geschieht mehrheitlich in den Sozialstaat. Kamen seinerzeit aus Syrien anfangs noch die gebildeteren Schichten, wandelte sich dies nach kurzer Zeit. Selbst A. Nahles wies damals darauf hin, dass 90%+ derer, welche migrierten, dem qualifizierten Arbeitsmarkt langfristig wohl nicht zur Verfügung stünden. Betrachtet man die Zuwanderung aus anderen arabischen, nordafrikanischen, afrikanischen oder auch osteuropäischen Ländern sowie dem Hindukusch, sieht es hinsichtlich des Bildungsniveaus noch bescheidener aus. Die immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte Aussage, dass damit unser Fachkräftemangel beseitigt würde, war eben nur eine hohle Phrase. Stattdessen droht der Sozialstaat zu kollabieren, was sehr schnell gehen wird, sobald wir in Deutschland in eine Phase der Rezession eintreten. Derzeit scheinen wir genau an diesem Wendepunkt zu sein.
    Gesellschaftlich betrachtet, ist sowohl die Entwurzelung derer, die nach Deutschland einwandern, als auch die kulturelle Überforderung derer, die hier schon länger leben, ein Pulverfass. Die Tendenz zur Bildung von Parallelgesellschaften ist sehr groß. Allein hier in Essen haben wir die größte syrische Gemeinde, die auf Dauer ähnlich wie die Libanesen oder auch Teile der türkischen Community sich in hermetisch abgeriegelten Parallelwelten verabschieden werden, da wir in Deutschland im Gegensatz zu den USA keinerlei Anreiz bieten, sich mit dem Land und der Gesellschaft zu identifizieren, da hier viel zu viel Selbsthass herrscht. Wer will sich schon mit einem Land identifizieren, dessen Gesellschaft sich in zu großen Teilen damit selbst nicht identifiziert?
    Ich befürchte große soziale Zerwürfnisse, welche auch – dank eines sehr schwach gemachten Staates – nicht vor Chaos und Gewalt halt machen werden. In meinem sozialen Umfeld denken immer mehr immer lauter darüber nach, Deutschland zu verlassen. Ich rede hier ausschließlich von Leistungsträgern. Die Stimmung ist so schlecht, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe.
    Beste Grüße
    Frank Mußhoff

    1. Danke für diesen sachlichen Beitrag, Herr Mußhoff. Ich teile Ihre Beobachtungen und würde auch noch die Zunahme der Kriminalität heranziehen. Um die Debatte offensiv zu führen, fehlt es eher an Mut als an der Empirie. Ich rufe den Auswanderern jedoch zu, zu bleiben und den politischen Kampf aufzunehmen.

      1. Lieber Dr. Heipertz,
        vielen Dank für Ihre Antwort und den Hinweis auf die Kriminalität, welche ich in der Tat anzusprechen vergaß. Leider ist hier schon ein Thema, welches im Diskurs schwierig bis unmöglich ist. Die Statistik des BKA wurde in den letzten Jahren immer wieder „optimiert“, damit die Zahlen freundlicher erscheinen – zumindest auf den ersten Blick. Liest man die Statistik genauer, fallen eklatante Veränderungen im Vergleich der Jahre 2014 und 2018 auf.
        Die Kriminalität, der Verfall des Rechtsstaates, der fortschreitende Vertrauensverlust in eben diesen stellen einen weiteren Schwachpunkt im gesellschaftlichen Zusammenhalt dar.
        Nimmt man all diese Punkte zusammen, so fällt es schwer, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Aber sehen wir es als Ansporn und kämpfen weiter mit den Freunden in der WerteUnion für eine Korrektur der aktuellen Politik, eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit und dem konservativen Narrativ der Verantwortungsethik.
        Herzliche Grüße
        Frank Mußhoff

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