Gestatten: Krebsgeschwür

Elmar Brok (Photo: Olaf Kosinsky via Wikipedia)

Für Elmar Brok gehöre ich zu einem Krebsgeschwür, das man aus der CDU herausschneiden muß. So hat er mich und die mittlerweile weit über 4.000 Parteifreunde in der WerteUnion bezeichnet.

Elmar Brok war bis vor kurzem Mitglied des Europäischen Parlaments. Seine Rolle als Lobbyist für Bertelsmann und andere Themen rund um seine Person sind nicht unumstritten. Aber er sitzt im Bundesvorstand der CDU, und deshalb ist es mir nicht egal, was er von mir denkt.

Da ich selber Krebspatient war, trifft mich seine Wortwahl besonders. Mitmenschen als lebensbedrohliche Krankheit zu bezeichnen, ist extremistischer Sprachgebrauch, der eher zu einem Goebbels gepaßt hätte als zu dem Bundesvorstand unserer angeblich christlichen Partei.

Liebet Eure Feinde

Liebet eure Feinde, sagt Christus. Also gebe ich mir einen Ruck und will Elmar Brok liebhaben und verstehen. Vielleicht hat er Angst um den Verlust seiner Macht? Das wäre mehr als berechtigt. Er gehört zu einigen Tausend Politikern der CDU, die mit dem Ende der Ära Merkel ihre Ämter und Mandate voraussichtlich verlieren werden.

Das gilt beispielsweise auch für Matthias Zimmer in meiner Heimatstadt Frankfurt am Main, der ebenfalls sehr aggressiv gegen seine Parteifreunde in der WerteUnion keilt, wenn auch nicht so sehr ohne Anstand und Sitte wie Brok.

Ich werde dafür kämpfen, daß solche Kräfte in der Union alsbald ihre heutige Übermacht verlieren und den Weg freimachen für eine Neuausrichtung der Christdemokratie. Dazu werde ich mich in Hessen erneut um ein Bundestagsmandat bewerben.

Ich nehme mir allerdings vor, in dem anstehenden Vorwahlkampf in Wort und Tat stets dem christlichen Anspruch und dem Gebot der Feindesliebe zu genügen. Das ist mir bisher bei weitem nicht immer gelungen, weder innerhalb der Partei noch gegenüber dem politischen Gegner anderer Couleur. Und daher tut es mir leid, daß ich vielen Mitmenschen Anlaß zu Zorn und Ärger gegeben habe.

Du sollst nicht töten

Du sollst nicht töten, lautet das Fünfte Gebot, und verrohte, gewalttätige Sprache gehört dazu. Dies hat die Union in tiefer Erschütterung nach dem politischen Mord an Walter Lübcke selber betont. Wegen Morddrohungen ist letzte Woche der Pressesprecher der WerteUnion, Ralf Höcker, von allen politischen Funktionen zurückgetreten – Weimar läßt grüßen.

Auch der Zorn, eine Todsünde, fällt unter das Fünfte Gebot – ebenso wie die Gegenfrage für jeden Christen, ob er denn seinem Mitmenschen womöglich Anlaß zum Zorn gegeben haben könnte. Zu einem Streit gehören nämlich immer zwei. Welche Verantwortung also trage ich, trägt die WerteUnion an dem Zorn unserer Spitzenpolitiker?

Mitverantwortung an der Eskalation

Die WerteUnion hält dem System Merkel einen unbequemen Spiegel vor und ist gleichsam das schlechte Gewissen der deutschen Christdemokratie, die ihre christlichen, marktwirtschaftlichen und liberal-konservativen Wurzeln über lange Jahre hinweg teilweise eklatant verraten hat. So etwas hört man natürlich nicht gerne – das kann ich verstehen.

Ich gebe offen zu, daß die WerteUnion und auch ich persönlich in der Vergangenheit weit mehr getan haben, als ruhig und sachlich unsere Inhalte zu vertreten. Wir haben provoziert, und ich habe dies besonders gern getan.

Die Provokation und der politische Aktivismus haben mir geholfen, aus einer Phase des existentiellen Zweifelns und Ver-zweifelns an der CDU herauszukommen, in deren finstersten Momenten ich sogar mit der AfD geliebäugelt hatte. Vielleicht hätten wir ohne unsere Provokationen auch nie die Aufmerksamkeit erlangt, die wir heute genießen. Aber das Provozieren ist nicht gut im Sinne des Fünften Gebots – und deswegen will ich damit aufhören.

Inhalte

Mir sind zwölf Punkte besonders wichtig, für die ich in die WerteUnion eingetreten war und für die ich Verantwortung im Landesvorstand Berlin und im Bundesvorstand übernommen hatte – zwölf Punkte, die früher exakt der Programmatik der CDU entsprochen hätten aber unter Merkel nicht mehr konsequent umgesetzt wurden:

1.) Die Politik muß das ungeborene Leben beschützen und die dem Menschen überantwortete Schöpfung bewahren, wozu auch der Schutz des Weltklimas zählt.
2.) Ehe und Familie gemäß dem christlichen Menschenbild sind als Grundlage unseres Staates wieder anzuerkennen, zu schützen und zu fördern.
3.) Die ungesteuerte Zuwanderung nach Deutschland und in unser Sozialsystem ist abzustellen durch Anpassungen des Asylrechts sowie seiner konsequenten administrativen Anwendung. Geltendes Recht muß wieder eingehalten werden, und die Staatsgrenzen sind vor illegaler Einwanderung zu schützen. Illegal Eingewanderte sind unverzüglich und konsequent zurückzuschieben.
4.) Die Migrationspolitik der Bundesrepublik jenseits der Gewährung von politischem Asyl und subsidiärem Schutz ist restriktiv auf die Belange des tatsächlichen Bedarfs an qualifizierter Zuwanderung auszurichten. Übermäßige Zuwanderung in den Arbeitsmarkt schadet den Arbeitnehmerinteressen.
5.) Deutschland ist vor dem
politischen Islam zu schützen.
6.) Die Auswüchse der auch von Ausländern organisierten und verantworteten Kriminalität in Deutschland sind nachhaltig zu bekämpfen.
7.) Die Wehrfähigkeit der Bundeswehr ist als staatspolitische Vordringlichkeit allererster Ordnung wiederherzustellen. Hierbei ist die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, für die ziviler Ersatzdienst geleistet werden kann, zu prüfen.
8.) Jegliche Schritte zu einer weitergehenden Vergemeinschaftung von Haftungs- und Währungsrisiken im Euroraum stehen unter dem Vorbehalt des vorherigen Risikoabbaus durch die Mitgliedstaaten ohne weitere Transfers oder aber der Schaffung einer Politischen Union in Europa.
9.) Die Europäische Union ist außerhalb der Währungspolitik als Staatenbund zu reformieren, der föderalen Charakter hat und konsequent auf dem Subsidiaritätsprinzip beruht. Der Beitritt der Türkei ist ausgeschlossen. Bevor weitere Staaten, insbesondere jene auf dem Westbalkan, beitreten, müssen die Standards in diesen Ländern durch eine konsequente und robuste Ausweitung der gemeinsamen Nachbarschaftspolitik jenen in der EU angeglichen werden.

10.) Die Energiepolitik Deutschlands hat neben den Zielen des Klimaschutzes auch diejenigen der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Die Kernenergie und ihre forschungsbasierte Fortentwicklung sind hiervon nicht ausgeschlossen.
11.) Der Staat hat sich wirtschaftlich zu mäßigen. Anstatt mit vollen Händen sozialpolitische Wohltaten zu verteilen, die oftmals wenig bis nichts bewirken, sollte er seine Bürger weniger belasten und auf Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit achten, während unsere Industrie eine ausgesprochen tiefgreifende Transformation durchmacht.
12.) Das Bildungswesen in Deutschland ist wieder dem Leistungsprinzip zu unterstellen. Reformen sollen auf empirischer Evidenz beruhen und nicht ideologisch begründet sein.

Mögliche Selbstauflösung

Es geht der WerteUnion um die Neuausrichtung der gesamten Partei und um ihre Rückbesinnung auch auf konservative Werte und Positionen wie die oben Genannten. Es sollte der WerteUnion jedoch nicht darum gehen, die Spaltung innerhalb der Partei noch zu vergrößern.

Daher sollte die WerteUnion meines Erachtens dazu bereit sein, als Grundlage für ihre mögliche Selbstauflösung eine Übereinkunft über ihre inhaltlichen und personalpolitischen Forderungen mit einer von den Generalsekretären von CDU und CSU benannten Persönlichkeit zu vereinbaren, die das Vertrauen der Mitglieder der WerteUnion genießt – zum Beispiel Friedrich Merz.

Wenn die neue Programmatik von CDU und CSU diesen Forderungen Rechnung trägt, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund für den Fortbestand einer eigenständigen, vereinsrechtlichen Struktur.

Abgrenzung gegen Rechts

Mein Vorschlag für einen solchen Prozeß der Verständigung zwischen Parteiführung und WerteUnion dürfte im Moment auf beiden Seiten auf Unverständnis stoßen.

Doch ich bin froh, daß wir bei der gestrigen Sitzung des Bundesvorstands der WerteUnion in Frankfurt am Main mit der Frankfurter Erklärung eine Deeskalation eingeleitet haben, indem wir den für die gesamte Partei verbindlichen Unvereinbarkeitsbeschluß gegenüber der Linkspartei und der AfD bekräftigt und uns konsequent gegen Rechts abgegrenzt haben.

Rückzug von meinen Ämtern in der WerteUnion

Vor mir liegt ein intensiver Vorwahlkampf um die Aufstellung als Wahlkreisbewerber in Hessen. Aus zweierlei Gründen scheint mir dies nach reiflicher Prüfung nicht mit meinen bisherigen Ämtern in der WerteUnion vereinbar:

Erstens wird diese neue Aufgabe meinen gesamten Einsatz erfordern. Zweitens möchte ich mit meiner Bewerbung ein Angebot an die gesamte Partei im betreffenden Wahlkreis machen. Das könnte ich nicht glaubwürdig tun, wenn ich gleichzeitig Verantwortung für einen eingetragenen Verein trüge, der sich mit der Parteiführung auf Bundesebene bis auf weiteres in einem Konflikt befindet.

Daher habe ich gestern meine Ämter im Bundesvorstand sowie im Landesvorstand Berlin der WerteUnion niedergelegt.

Ich danke allen Freunden in der WerteUnion, vor allem in der WerteUnion Berlin, ohne die ich es in den vergangenen Jahren nicht vermocht hätte, weiterhin engagiertes Mitglied der CDU zu sein. Unsere Freundschaft bleibt bestehen.

Mit Gottes Hilfe werde ich alles mir Mögliche dafür tun, daß eines nicht mehr fernen Tages auch wir christlich, marktwirtschaftlich und liberal-konservativ Geprägten in der CDU wieder unsere politische Heimat haben werden!

26 thoughts on “Gestatten: Krebsgeschwür”

    1. Die AfD scheint Teil der derzeit zeitgleich, wenn auch nicht koordiniert, betriebenen AgitProp-Kampagne gegen die WerteUnion zu sein, da es für die AfD natürlich eng wird, wenn die CDU sich glaubhaft wieder den Konservativen zuwendet. Die Angaben über Spenden von Mitsch an die AfD bspw. können nur von dieser (oder von einem Nachrichtendienst) kommen.

          1. Es ist schon spät, ich probiere es dennoch.
            Wieso sollte denn eine Abgrenzung zur AfD („gegen Rechts“, man meint schon das Wort Rechtsradikalismus herauslesen zu können 😉 notwendig sein, wenn doch die inhaltliche Linie ein und dieselbe ist?
            Wegen der Spendenveröffentlichung? Wie Du mir, so ich Dir?
            Fair enough, jeder wie er mag.
            Nur schade, dass man seine Ziele auf dem Rücken anderer besser zu erreichen meint. Aber so funktioniert wohl Politik.
            Die CDU auf Ihren (!) Kurs zu bringen wäre wünschenswert, allein der Glaube fehlt mir.
            Würde mich gern politisch engagieren, aber diese verblendete, medienbeeinflusste, nach links gerückte Mehrheit der Bevölkerung (wenn nur Frauen nicht mehr wählen dürften 😉 und Angie mit ihrer katastrophalen Migrations-/-EU-Politik fahren das Land gegen die Wand.
            Wie soll das Kind aus dem Brunnen geholt werden?

          2. Alles hat seine Zeit. Die äußere Abgrenzung jetzt ist unbedingt nötig, um die CDU wieder zu sammeln und neu auszurichten. Für Deutschland ist viel verloren, wenn die CDU noch tiefer gespalten wird.

        1. Das sehe ich auch. Wo liegt jetzt der Unterschied in den Positionen ?
          Warum spricht keiner das aus wo diese Cdu nicht mehr weiter kann.
          Diese Kanzlerin lügt , und jeder weis das, bis auf rot gefärbte CDU Mitglieder, die Angst um ihren Status haben und den Verlust ihrer Macht fürchten.

      1. Die CDU hat sich längst irreversibel von jeglichen konservativen, geschweige denn patriotischen Positionen entfernt, um sich den „urbanen Milieus“ anzubiedern. Und was dabei herausgekommen ist, spottet jeder Beschreibung: EU-Ökosozialismus, Euro-Schuldengemeinschaft mit Nullzinspolitik, eine irrsinnige Energiewende, unkontrollierte offene Grenzen, Verwandlung Deutschlands in ein multikulturelles Siedlungsgebiet für die ganze Welt, Hass und Hetze gegen ehemalige CDU-Wähler („Abschaum“, „Gesindel“) etc.

        So eine Partei kann ich nie wieder wählen. Und was die „Werteunion“ angeht: Sie werden sich Merkel unterwerfen, jede Wette. In Ihrem Text deuten Sie es ja bereits an. „Selbstauflösung“, wie erbärmlich.

  1. Demokratie heisst „Herrschaft des Volkes“. Das heisst, die Wähler sind der oberste Souverän eines demokratischen Staates. Die Politiker haben die Wahlergebnisse zu akzeptieren und müssen mit ALLEN gewählten Personen zusammenarbeiten! Diese ganze Abgrenzerei ist nur Hochmut der Regierenden, absolut antidemokratisch und damit verfassungsfeindlich. Wenn Sie diese grundlegende Regel nicht befolgen können, können Sie alles andere Gerede (auch wenn das Gesagte an sich gut ist) sparen. Ich habe dieses selbstgerechte „wir sind die Guten“ so satt, ich kann es nicht mehr hören!

    1. Wenn Ihre Sorge sich auf demokratische Defizite in Deutschland und insbesondere innerhalb der Parteien bezieht, dann teile ich sie. Auch ich führe die derzeitigen Mißstände auf oligarchische Fehlentwicklung zurück.

  2. Das Problem ist die fehlende Glaubwürdigkeit. Alle aufgeführten Punkte würde ich so unterschreiben, aber nicht unter einer CDU. Ich habe seit dem 18ten Lebensjahr CDU gewählt, diese existiert aber in dieser Form nicht mehr. Eine demokratische Wahl „rückgängig“ machen zu wollen, die AfD in schlimmster Form zu verunglimpfen, mit der Antifa gemeinsam gegen eine gewählte Partei zu demonstrieren… Es reicht. Mich schockiert es, dass Menschen angegriffen werden, denunziert werden. Das sich ein Mensch wie Herr Höcker aufgrund von Drohungen zurückziehen muss, das ist Wahnsinn. Unabhängig davon, ob ich ihn persönlich mag oder nicht. Das sind Grenzen die man nur einmal überschreiten kann. Man lässt zu, dass Linksextremisten unser GG mit Füßen tritt. Wo ist das C, wo ist das D in der CDU? Ich fühle mich genötigt meinem Land den Rücken zu kehren, so wie Juden Frankreich verlassen. Nicht die WerteUnion musste sich ändern, Frau Merkel und ihre Sozialisten sind das Problem. Ich möchte Sie nicht persönlich angreifen, allerdings macht es mich stutzig dass Sie eine Auflösung der WerteUnion anbieten. Dass Sie für den Wahlkampf austreten aus dieser. Wären Sie sonst auch aussortiert worden. Politik ist verbaler Kampsport, keine Frage. Aber hier geht es um die Existenz eines Landes, was nur helfen konnte weil es Deutschland war. Weil es so langweilig Gesetzestreu ist. Frau Merkel hat jeden Glauben an eine Demokratie vernichtet und tut dies weiter. Für mich ist die CDU unwählbar, der sprichwörtliche Tropfen war der Umgang mit der AfD, der FDP und was mit Abtrünnigen innerhalb der CDU passiert. Viele Worte für meine Sprachlosigkeit.

    1. Vielen Dank – ich kann Ihren Unmut gut verstehen. Ich bin übrigens nicht aus der WerteUnion ausgetreten, sondern habe meine Vorstandsämter niedergelegt, um während der Kandidatur sammeln statt spalten zu können. Es gibt für alles eine Zeit. Jetzt gilt die Abgrenzung nach außen und die Sammlung nach innen, sonst zerlegt sich die CDU womöglich.

  3. Erst Links Mitte Rechts ist eine Demokratie. Wer das nicht will, will keine Demokratie. Wer zu unrecht Menschen mit der Nazi, Faschisten Keule erschlägt oder erschlagen lässt wird selber damit erschlagen. Ihr habt alle samt ÖRR diese Keule ausgepackt und damit euch in das demokratische aus gebracht. Nein ich bin kein Gesindel. Solchen unbeherrschten Politikern wie Herr Merz sollte niemals Kanzler werden.. schlimm Nicht besser als Krebsgeschwür…. ich müsste mich von Hunderten Menschen als Nazi und brauner Barde beschimpfen lassen mit Androhung von Gewalt nur weil ich dieser Meinung bin wie oben genannt. Aber ich stehe weiterhin eher zur AfD als zu dehnen die Randale antreiben durch…. Die gleich RECHTS mit Gobbels, Hitler Fans und Juden Mörder verknüpfen aber selber rechte Politik machen wollen. Wann hört ihr endlich auf RECHTS zu kriminalisieren? Wann werdet ihr Linke, Grüne, SPD, FDP, CDU, CSU , Medien und ÖRR echte Demokraten.

  4. Auch ich schließe mich ihren christlichen Werten an „tue nie was du nicht selber möchtest, das es dir ein anderer antut“ . Darüber hinaus erlaube ich mir die Ableitung von 3 Anmerkungen bzw. Fragen . 1. Friedrich Merz betritt mit seiner „Gesindel“-Rethorik ein Schlachtfeld und eröffnet keinen Raum, welcher es zulässt das sich Menschen die Hände reichen. Unter einem Vorsitzenden, dessen (persönliche) Agenda es offensichtlich ist alles dafür zu tun das jenes Gesindel wieder verschwindet, erkenne ich keine christlichen Werte. 2. Eine klare, weitere Abgrenzung zu Millionen von Wählern dieses Landes, die genau das gleiche wie sie wollen hinterlässt ,nachdem wie unser geliebtes Deutschland (und darüber hinaus ganz Europa) durch ihre Kanzlerin gespalten wurde, den pfaden Beigeschmack unbedingten Machtwillens ihrer Partei. 3. Neben all ihren guten , versöhnlichen Gedanken dürfte dem aufmerksamen Leser nicht entgehen, das es sich bei Ihrem Schreiben um den Abschied von der Werteunion handelt. Alle Menschen die Deutschland lieben, müssen anständig bleiben , zusammen halten und sich nicht grundsätzlich als Gegner betrachten. In diesem Sinne und mit besten Grüßen….

    1. ad 1): Gesindel wäre meine Wortwahl nicht.
      ad 2): Wähler möchte ich anziehen, nicht abgrenzen.
      ad 3): Ich habe meine Vorstandsämter niedergelegt – nicht die Mitgliedschaft. Anstand und Zusammenhalt – Sie haben völlig recht.

  5. Ich sehe das auch so und hoffe auf Friedrich Merz. Andererseits denke ich, wird die CDU die Talfahrt fortsetzen. Die größte Gefahr sehe in rot-rot-grün, dem Sozialismus der sog. großen Transformation für ganz Europa.
    In meinem Buch: „Ein Wunder, dass der Laden noch läuft“ habe ich versucht mit Verbindung zu Mises … Hayek auf diese derzeit verhängnisvolle Politik der CDU hinzuweisen. Die Werteunion wäre gegenwärtig die einzige Kraft, die den Kurs ändern könnte. Ich hoffe, das gelingt. Die Zeit dafür läuft langsam weg und der Preis ist jetzt schon zu hoch.

  6. „Die Angaben über Spenden von Mitsch“

    Hier können nicht nur 2 Seiten gehackt worden sein. Wir wissen doch, dass auch Banken (z.B. explizit die Deutsche Bank) voll politisiert sind, wie auch deren Mitarbeiter, die übrigens für ein kleines Zubrot natürlich auch mal schauen.

    Das hat eher so einen (banaleren) Hintergrund.

  7. Merken Sie selbst wie inkonsistent Ihre Ausführungen sind? Ihre 12 Thesen stimmen 1:1 mit der AfD Politik überein, und aber stolz darauf sein, sich klar von der AfD abzugrenzen. Diesen Spagat wird auch die Werteunion nicht schaffen. Treten Sie doch mit einer eigenen Liste an und kooperieren Sie mit der AfD. Wenn Sie Erfolg haben, wird die AfD überflüssig werden. Ansonsten wird die Werteunion zusammen mit der CDU untergehen. Schade. Ihr Parteifreund Max Otte sieht das anders, für mich bestes Beispiel gesunden Menschenverstands.

    1. Eine eigene Liste für die Bundestagswahl aufzustellen, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein.
      Bei inhaltlichen Überschneidungen muß man sich trotzdem abgrenzen dürfen: Die AfD ist mir sehr fragwürdig in ihrer Rußland-Beziehung, in ihrer Ablehnung des transatlantischen Verhältnisses und vor allem in ihrer Ablehnung der europäischen Integration. Von den internen Problemen mit rechtsextremen Kräften ganz zu schweigen – das macht es in der Tat unmöglich, etwas anderes als den derzeitigen Unvereinbarkeitsbeschluß zu fassen.

  8. Wie will die WerteUnion diese überaus sinnvollen Programmpunkte umsetzen, wenn sie sowohl von der Merkel-CDU bis auf Blut angefeindet wird, sich aber auch von der Zusammenarbeit mit der AfD scharf distanziert, die diese Punkte unterstützen würde?

    Auf unabsehbar lange Zeit wird eine Stimme für ein WerteUnion-Mitglied eine Stimme für die Merkel-CDU sein. Die AfD hat ebenfalls starke innere Divergenzen, die nicht gemeinsam in dieselbe Partei passen.

    Wäre es nicht eine Möglichkeit, aus den jeweils zusammenpassenden Teilen eine neue Partei zu machen, die mit einem unbeanstandbaren Programm und Mitgliedern ohne NS-verdächtige Intonationen antritt, wie beim AfD-Flügel? In der AfD gibt es frühere CDU-Mitglieder und weitere unverdächtige, liberal-konservative Personen.

    Dass wir eine andere Politik brauchen, ist nicht zuletzt eine drängende Zeitfrage. Was ist der schnellste, aussichtsreichste Weg? Mit der Merkel-CDU werden Sie m.E. kein Glück haben.

    1. Die WerteUnion mit ihren inzwischen ca. 4.500 Mitgliedern von CDU und CSU macht zwar nur gut 1% der Parteimitglieder aus. Wenn allerdings 90% der christdemokratischen Mitgliedschaft derzeit inaktiv und demoralisiert ist, wie ich vermute, dann vertritt die WerteUnion inhaltlich immerhin 10% der aktiven Parteimitglieder und gewiß ein Mehrfaches an Sympathisanten. Überzeugte Merkelianer dürfte es schon jetzt kaum noch in dieser Größenordnung geben. Der Schlüssel liegt darin, aus der unentschiedenen Mitte, der schweigenden Mehrheit, genügend Unterstützung für eine Politikwende innerhalb der CDU zu generieren. Das ist m.E. deutlich aussichtsreicher als die Neugründung einer Partei.

  9. Die Situation in Deutschland Heute:

    http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2020/02/wehret-den-anfangen.html

    Zusätzliches Problem (im Artikel nicht beschrieben):
    das in gefährlich Linke Schieflage (durch Merkel und Medien) gebrachte, gespaltene und destabilisierte Deutschland, destabilisiert die gesamte EU !

    Siehe den Östlichen EU Visegrad -Block , der keinen einzigen Muslimischem „Flüchtling“ aufgenommen hat und auch nie aufnehnen wird.

    Und siehe den Brexit und vor allem die Gründe die dazu geführt haben!

    Insofern wird wieder Deutschland Schuld daran sein, wenn die EU auseinander gefallen ist!

    (und die EU wird zerfallen! Der Brexit ist der Anfang vom Ende der EU!
    Mehr gibts vom Historiker und großen Philosophen des 20. Jh. Prof. Dr. Sieferle , der die Parallellen zum Zerfall des Römischen Reiches vor 1700 Jahren akribisch genau aufzeigt hat!
    Siehe sein Buch das Migrationsproblem )

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