Nachlese „Martyrium“

Hl. Martyrer von Libyen (Nikola Saric)

Vor zwei Wochen hatte ich die große Ehre, mit Martin Mosebach gemeinsam zu dem nicht alltäglichen Thema Martyrium zu sprechen. Gastgeber war die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Frankfurt am Main.

Mosebach las aus seinem Buch vor: „Die 21 – Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer“; einer Reportage über die Familien der koptischen Christen, die im Jahr 2015 von IS-Terroristen an einem Strand in Libyen geköpft worden waren.

Wir hörten „von den Madonnenbildern und Jesus-Portraits an den Wänden der einfachen Häuser, den grob geschreinerten Reliquienschränken, von einer Lebenswelt, in der alles die Spiegelung oder Erfüllung biblischer Vorgänge ist.“ Mosebach berichtete über das grausame Propaganda-Video des IS und den unbefangenen Umgang der Kopten damit. Erstaunt erfuhren wir: „Von Rache war nie die Rede, sondern vom Stolz, einen Martyrer in der Familie zu haben, einen Heiligen, der im Himmel ist.“

Ich ergänzte aus meinen Begegnungen mit den Zeugnissen serbisch-orthodoxer Martyrer im Kosovo und in der Herzegovina. Und ich trug einen Bericht vor, der mich als Schüler geprägt hatte: Über die zahlreichen schlesischen Priester und Ordensleute, die 1945 beim Einmarsch der Roten Armee den Opfertod starben. Wiederum war nicht von Rache die Rede, sondern von Reinheit.

Wer möchte, kann die Veranstaltung hier im Internet nachträglich ansehen.

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