#WirSchaffenDas

Das deutsche Gemüt hat einen Hang zum Pathos, zur Romantik, zum Idealismus. Leider oft gepaart mit Selbstüberschätzung und Hysterie. Mal könnten wir die Welt umarmen, dann wieder überrennen wir sie mit unseren Errungenschaften, Einsichten oder unserem Wesen, an dem sie genesen soll.

Ich habe lange genug im europäischen Ausland gelebt, um zu verstehen, warum unsere Nachbarn nie ohne Argwohn auf uns schauen. Was ist jetzt wieder in diese Deutschen gefahren? So haben sich viele Europäer verwundert gefragt, als Merkel heute vor fünf Jahren ihre unvergesslichen Worte sprach.

Mal eben über eine Million schlecht bis gar nicht Qualifizierte, kulturell Fremde aufzunehmen und das auch noch gut zu finden, ist – von außen betrachtet – befremdlich. Dafür muss man sich eine Menge zutrauen (was den Stolz im Unterton der Aussage erklärt) oder aber gar kein Bewusstsein und Wertschätzung der eigenen Identität mehr haben (was den Beifall von linker Seite bis zum heutigen Tag erklärt).

Wer es hingegen mit der Realpolitik hält, wird heute, fünf Jahre später, dieselben Fragen stellen wie damals: Ist es christliche Politik, jene aufzunehmen, die sich die teure Reise nach Europa leisten können, anstatt an Ort und Stelle einer erheblich größeren Zahl wirklich notleidender Menschen Hilfe zukommen zu lassen? Ist das ein vernünftiger Einsatz unserer begrenzten Ressourcen? Ist die fortschreitende Preisgabe der eigenen Heimat wenigstens sinnvoll eingesetzt zum Wohle der Menschheit?  Können wir das Bedürfnis unserer Bürger nach Sicherheit und kultureller Unversehrtheit so drastisch übergehen? Und selbst wenn wir unsere nationalen Interessen hintanstellten und wirklich einmal etwas Gutes in der Welt bewegen wollten – ist diesem Ziel damit gedient, eine Masseneinwanderung in unseren Sozialstaat zu erlauben? Oder sollten wir nicht eher unsere Anstrengungen verdoppeln in der Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit sowie im Kampf für einen tatsächlich fairen Welthandel?

Diese Diskussion müssen wir als CDU im Bundestagswahlkampf führen – anstatt uns blenden zu lassen von medial aufbereiteten Erfolgsgeschichten, welche die allgemeine Integrationsmisere verschleiern. Man spreche einmal mit Dozenten der Alphabetisierung an Volkshochschulen. Man werfe einmal einen Blick auf die Kriminalstatistik. Man gehe einmal wachen Auges durch gewisse Viertel unserer Großstädte, die wir praktisch aufgegeben haben.  


Ich sage nicht: „Wir schaffen das.“  
Ich sage: „Da muss sich grundlegend etwas ändern – #FürUnsereZukunft.“


6 thoughts on “#WirSchaffenDas”

  1. DANKE, lieber Herr Dr. Heipertz.
    Meinen Sie, diese vernünftigen Gedanken, Anslysen und Vorschläge ueberhaupt anbringen zu koennen – in dieser untertaenigen rötlich – gruenlichen kaum noch christlich agierenden Partei?

  2. Wie wahr, wie seiend – lieber Martin ! Aber ob Du so in einer „verlinkten“ CDU andocken kannst ?? dubium mihi quidem videtur ! Et Tu, Martine, cura ut valeas semper et ubique, non solum propter virus Coronae, sed propter „amicos partium“ 😉

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