Stimmen Sie ab! #Corona besiegen – mit Holzhammer oder lieber mit Köpfchen?

Unser „Holzhammer“, der Lockdown, ist und bleibt ein schwer erträglicher Eingriff in unsere bürgerlichen Freiheiten, in unser wirtschaftliches Wohlergehen, in die Kultur, die dieses Land so reichhaltig auszeichnet.  

Ist der Holzhammer wenigstens geeignet und verhältnismäßig? Die Frage stellt sich im Vergleich zum liberalen Schweden, mehr noch allerdings im Vergleich zu asiatischen Ländern, die fortschrittlich sind, die uns technisch mittlerweile überlegen sind und die einen völlig anderen Umgang mit dieser Krankheit haben: Auf der technischen Seite unter Einsatz digitaler Möglichkeiten der Kontaktnachverfolgung. Wenn es Ausbrüche gibt, werden dort auf digitalem Wege sofort alle Kontaktpersonen identifiziert und – isoliert. Die Asiaten lächeln milde über unsere Corona-Warn-App.

Die digitale Kontaktnachverfolgung ist meines Erachtens der wesentliche Unterschied, weshalb nicht nur China, sondern auch Japan, Taiwan, Singapur und Südkorea die Pandemie mittlerweile unter Kontrolle haben und ein einigermaßen normales Leben führen können.  

Ich weiß, dass bei uns zunächst einmal der Datenschutz dem asiatischen Vorgehen entgegensteht. Vielleicht aber auch der mangelnde politische Wille, vielleicht sogar auch die fehlende technische Fähigkeit. Wenn es der Datenschutz ist, dann lassen Sie uns hier ein Meinungsbild erstellen:  

Was ist Ihnen wichtiger – das wirtschaftliche Wohlergehen, die freie Lebensführung, das Recht zu reisen, zu übernachten und zu besuchen, wann und wen wir wollen, ins Theater zu gehen, ins Kino, ins Restaurant… oder der höchstens vorübergehend und im notwendigen Minimum gelockerte Schutz unserer persönlichen Kontakt- und Bewegungsdaten?  

Sind Sie für Abstriche beim digitalen Datenschutz, wenn wir damit einen Lockdown vermeiden können?

5 thoughts on “”

  1. Wenn die Daten nach der Pandemie wieder gelöscht werden ist es ok
    Prinzipiell werden ja überall bestimmte Daten über uns gespeichert im Gesundheitswesen, bei den Behörden, den Banken, Versandhandel usw. solange die Daten nicht in falsche Hände geraten ist es ok.

  2. Wenn wir mal ehrlich sind. Mit der Einführung der DSGVO ist für den Endverbraucher/kleiner Steuerzahler alles komplizierter geworden, aber nichts besser! Oder bekommt jetzt keiner mehr Flyer, Werbeanrufe und Werbeemails von Firmen mit denen er nie etwas zu tun hatte? Wenn unsere Regierung keine Probleme damit hat, Familie zu trennen und Ihnen den Umgang zu untersagen, sollte es an einer funktionslosen Grundverordnung wohl auch nicht scheitern.

  3. Wer garantiert mir, dass der Einsatz digitaler Möglichkeiten der Kontaktnachverfolgung, dann nicht immer auf meinem Telefon möglich ist. Egal aus welchen Beweggründen. Das ist wie eine elektronische Fußfessel. Warum will man sich selbst permanent kontrollieren lassen???? Ich verstehe das nicht? (81 % der Befragten sind dafür und ich bin verwirrt, wie leicht es ist, die Menschen dazu zu bewegen, sich kontrollieren zu lassen. Auf Schritt und Tritt. Finden das wirklich nur 19 % merkwürdig? Ich finde das gruselig. Das ist wie nach 9/11 in Amerika. Beobachte Deinen Nachbarn, mach das nur so und so und dass alles für Deine angebliche Freiheit.
    Ich bin ein DDR Kind, sorry und ich habe dabei absolut kein guten Gefühlt.
    Was passiert mit denen, die es nicht möchten? Hausarrest? Geldstrafen? Werden die aus der Gesellschaft ausgestoßen?
    Was ist mit dem Bevölkerungsschutzgesetz? Der Souverän, also der Bürger, muss seine Erlaubnis geben, wenn in seine Grundrechte eingegriffen wird. Und was passiert hier aktuell.

    1. Dieselben Fragen stelle ich mir auch, und meine Familie hat auch DDR-Vergangenheit. Ich sehe es so: Wenn wirklich Leib und Leben in Gefahr sind – und das wäre zu klären, z.B. Übersterblichkeit – dann gibt es entweder Lockdown oder digitale Kontaktnachverfolgung als Alternativen. Sie müssten dann schon sagen, dass Ihnen der Lockdown lieber ist – vorausgesetzt, die Lage ist tatsächlich so ernst.

  4. Gesundheit ist nicht alles. Und Datenschutz ist nicht alles. Mit unseren ganzen, sich tlw widersprechenden „absoluten“ Zielen kommen wir nicht weiter. Das ist vor allem im Umweltschutz und beim Thema Gesundheit besonders deutlich… Ist auch von Anfang an nicht alles eine Sache für die Politik…

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