CDU Frankfurt weist Zimmer die Tür

Mit der Abwahl von Dr. Matthias Zimmer als Direktkandidaten ist nicht nur ein erster Schritt Richtung personeller Erneuerung der CDU getan, sondern es wurde das langjährige Frankfurter Duopol zwischen MIT und CDA nun auch im Bundestagswahlkreis 182 ein für alle Mal durchbrochen.

Heipertz sieht zaghaften Beginn des überfälligen politischen Wandels: Die Basis verschafft sich Gehör.

Zum Ausgang der Wahlkreisdelegiertenversammlung mit der Wahl von Axel Kaufmann zum Direktkandidaten in der Stichwahl gegen Dr. Matthias Zimmer erklärt der im ersten Wahlgang unterlegene Dr. Martin Heipertz:

„Ich freue mich, dass es meinem Team und mir gelungen ist, in Frankfurt einen politischen Prozess in Gang zu setzen, der erste, zarte Frühlingsknospen eines tiefergreifenden Wandels andeutet: Mit der Abwahl von Dr. Matthias Zimmer als Direktkandidaten ist nicht nur ein erster Schritt Richtung personeller Erneuerung der CDU getan, sondern es wurde das langjährige Frankfurter Duopol zwischen MIT und CDA nun auch im Bundestagswahlkreis 182 ein für alle Mal durchbrochen.

Die Basis unserer Partei kann sich sehr wohl Gehör verschaffen. Und das ist erst der Anfang.

Ich gratuliere Axel Kaufmann zum Wahlerfolg, und danke meinen Unterstützern für die entscheidenden Stimmen zu seinen Gunsten im zweiten Wahlgang.

Vor allem danke ich meinem großartigen Team, das ehrenamtlich eine digitale Kampagne geliefert hat, die absolut zukunftweisend ist. Wir stehen parat.“

13 thoughts on “CDU Frankfurt weist Zimmer die Tür”

  1. Es hat sicherlich auch viel mit der Verärgerung der Basis zu tun, dass ihr Wunsch für einen Bundesvorsitzender Merz ignoriert wurde. Natürlich gibt es kein imparatives Mandat, aber eben auch nicht die Pflicht jeden wieder zu wählen.

  2. Wenn jetzt überall die Basis die linksgrüne Spitze absägen würde, die die Demokratie mit Füßen tritt und Leute wählt, die am Besten zu Linke, Grünen und SPD passen, besteht vielleicht noch Hoffnung.

    Grüße aus Erfurt, wo es diesbezüglich noch viel Schlimmer aussieht. 😦

  3. Der Ruprecht Polenz des Wingolfs aus der Bankenmetropole kann also fortan wie sein verbales Vorbild nur noch per Facebook die Welt belehren. Selbst eine Wagenknecht dürfte mehr bürgerliches Profil besitzen als dieser Mann. Ein guter Tag für unser Land.

    1. Liebe Beate,
      mit etwas Abstand zum Geschehen ist mir klargeworden, wie falsch es ist, wenn Konservative wie ich jenen Haß und die Häme, mit welchen die Linken in der CDU uns jahrelang überschüttet haben, nun mit gleicher Münze heimzahlen, da das Blatt sich wendet und die Basis der Partei sich beginnt zu regen. Wir müssen uns gegenseitig viel vergeben in der CDU. Mir liegt vor allem daran, daß die gravierenden fachpolitischen Fehler der Merkel-Ära revidiert und aufgearbeitet werden und daß dieser Prozeß nicht überdeckt wird durch persönliche Anfeindungen. Ich will in Zukunft darauf achten und danke Dir für Deinen Anstoß. Der Titel meines Posts ist Beispiel für das, was wir nicht tun sollten, auch nicht im Eifer des Gefechts. Ich lasse ihn samt Diskussionsverlauf hier stehen, verbinde ihn aber mit dem Ausdruck meines Bedauerns.
      Martin

  4. Auch diese begrüßenswerte Abstimmung gegen das etabliert-grüne Kartell aus „Mittelstands-“ und „Arbeitnehmervertretern“ in der frankfurter CDU wird die wertemäßige Entkernung der einst konservativen CDU nicht mehr rückgägig machen können. Dieser Zug ist – leider – abgefahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.