Rezension im Deutschlandfunk

In einer am Montag, den 09.08.21, ausgestrahlten Rezension urteilt Stephan Ozsváth für den Deutschlandfunk über mein neues Kosovo-Buch:

„Lesenswert… In der Sache hat Heipertz Recht.“
„Das Buch nimmt uns mit in serbische Klöster, KFOR-Kantinen, das marode Minen-Imperium Trepča aber auch hinter die Kulissen der internationalen Verwaltung. […] Es ist Heipertz‘ Abrechnung [… und] hält auch manche Überraschung parat.“
„Willkommen auf dem Balkan.“

Über faire, angemessene Kritik freut man sich als Autor. Daß Stephan Ozsváth mein Lob kosovarischer Frauenschönheit „nervig“ findet, muß ich hinnehmen – zum Glück konnte er einige Szenen erst gar nicht lesen, die mein Verleger mir ausgeredet hat…

Das Lektorat muß ich gegenüber seinem Urteil jedoch in Schutz nehmen: Auf meinen expliziten Wunsch hin haben wir das Buch in alter, bewährter Rechtschreibung publiziert. Freilich – über ein Sopha mit „ph“ wäre man auch schon vor der sogenannten Rechtschreibreform gestolpert, aber für diese Marotte beanspruche ich künstlerische Freiheit. Jedenfalls war es kein Fehler des Lektorats.

Schwerer wiegt Ozsváths Kritik an meinem Vergleich zwischen Kosovo und Südtirol – schließlich habe der Kosovo-Konflikt mehr Todesopfer gefordert, sagt er. Das sehe ich dezidiert nicht so. Ich denke, um den Grenzverlauf mit Italien ist mindestens so erbittert gerungen worden, und die für Südtirol gefundene Autonomie-Lösung ist in jeder Hinsicht besser als die gegenüber Serbien erzwungene Sezession des Kosovos. Darüber freilich lohnte es, ein eigenes Buch zu schreiben…

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