4. L(i)ebenswertes Frankfurt

Je älter ich werde, desto mehr hänge ich an meiner Vaterstadt Frankfurt. Ich war
zwar mehrfach über Jahre hinweg in der Ferne, aber ich bin immer wieder gern nach
Frankfurt zurückgekehrt. Von Anfang an habe ich den partiellen Wiederaufbau der
Altstadt begeistert begrüßt. Wir dürfen jedoch nicht nur Landmarken schaffen und
den Rest der Stadt sich selbst überlassen.
Ich werde mich im Falle meiner Nominierung für die kommunalpolitischen Ziele
der CDU Frankfurt und die anstehende Kommunalwahl mit aller Kraft einsetzen
und vor allem dafür kämpfen, dass wir die derzeitige Krise gemeinsam und
solidarisch meistern und eine gute Zukunft haben.

Was heißt das konkret?

· Frankfurter Künstler und Solo-Selbständige kommen in der aktuellen Wumms-Rettungspolitik der Bundesregierung nicht vor. Ich unterstütze daher die Petition #kulturerhalten und schlage vor, dass die Bundesregierung auch rückwirkend in Höhe der entgangenen Einnahmen ein finanzielles Hilfsinstrument für diese Berufsgruppen auflegt. Denn Künstler und Solo-Selbständige sollen nicht primär in den Bezug von Hartz IV gedrängt werden, wie manche Sozialpolitiker auch aus unseren Reihen dies propagieren.

· Die Corona-Pandemie belastet neben Künstlern und Solo-Selbstständigen vor allem Gastronomen und Einzelhändler. Ich möchte nicht, dass Frankfurt seine vielen beschaulichen Restaurants, Bars, Äppelwoi-Kneipen und Läden verliert und werde mich, gerade bei einer fortdauernden Krise, dafür einsetzen, dass staatliche Hilfe geleistet wird und unnötige Bürokratie verschwindet.

· Als Ökonom und ehemaliger Notenbanker habe ich ein ausgesprochen positives Verhältnis zum Finanzsektor. Er hat aber eine dienende Rolle gegenüber der Realwirtschaft und darf nicht zum Selbstzweck werden. Ich werde als Abgeordneter alles dafür tun, um die weitere Ansiedlung von Finanzdienstleistern in Frankfurt zu forcieren, auch und gerade im Zusammenhang mit dem Brexit. Dass wir es als Bundesregierung nicht vermocht haben, die Europäische Bankenagentur nach Frankfurt zu holen, hat mich persönlich sehr aufgebracht. Mir ist bewusst, dass wir im Wettbewerb mit anderen Standorten besonders an unseren weichen Standortfaktoren arbeiten müssen. Dazu zählen auch Sicherheit, Schulen und Infrastruktur.