10. Familien unterstützen und gute Bildung bieten

Ehe und Familie gemäß dem christlichen Menschenbild sind die Grundlage und Zukunft unseres Staates. Sie sind es, die wir schützen und fördern müssen, wenn wir eine christliche, bürgerliche Partei bleiben wollen. Gerade in der Corona-Krise sind Familien mit schulpflichtigen Kindern an die absolute Belastungsgrenze gelangt. Als Vater und Elternsprecher an einer Grundschule habe ich das hautnah miterlebt. Der Staat ist aus meiner Sicht insbesondere in der gesundheitlichen Fürsorge, in der Betreuung und in der Bildung gefordert. Staatliche Einmischung hingegen in Entscheidungen, die mündige Bürger für sich selbst und innerhalb der Familie treffen wollen, lehne ich strikt ab. Gerade in der Krise müssen wir uns sowohl auf das Bewährte und das Notwendige besinnen als auch auf die Eigenverantwortlichkeit und die Entscheidungskraft unserer Bürger vertrauen.

Was heißt das konkret?

· Das Bildungswesen in Deutschland soll wieder dem Leistungsprinzip unterstellt werden. Denn das geistige Potential ist der einzige Rohstoff zur Erhaltung und Mehrung unseres Wohlstands.

· Als Familienvater weiß ich, dass in der frühkindlichen Phase die Weichen für den weiteren Bildungsweg gestellt werden, und wie wichtig dabei ein gutes öffentliches System der Fürsorge, Betreuung und Erziehung für kleine Kinder ist. Dieses wollen wir weiter verbessern und ausbauen – auf der Basis wissenschaftlicher, empirisch gesicherter Evidenz. Denn unsere Kinder sind eine Versuchskaninchen für die Theorien linker und grüner Pädagogen.

· Dabei sollen Betreuungsmöglichkeiten und Ganztagsschulen Angebote bleiben, die die elterliche Fürsorge ergänzen und die Eltern in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für ihre Kinder unterstützen. Eine Teilnahmepflicht ist jedoch abzulehnen.

· Unsere Lehrerinnen und Lehrer verdienen Respekt – in der Schule und in der Gesellschaft. Ich trete mit Nachdruck dafür ein, dass wir von staatlicher Seite dies wieder zur Geltung bringen – auch gegenüber Amtsträgern in Uniform und Hilfsdiensten. Ich selbst durfte hervorragende private Schulen besuchen, und mir blieb auf diese Weise die damalige sozialdemokratische Schulpolitik in Hessen erspart, deren Folgen immer noch zu spüren sind. Ich will daher umso mehr, dass auch die öffentlichen Schulen in Frankfurt wie in der gesamten Republik der nächsten Generation das bestmögliche Rüstzeug vermitteln; denn gute Bildung ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht und die wichtigste Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlergehens.

· Die CDU war immer die Bildungspartei, und das wollen wir auch in Frankfurt mit Nachdruck zeigen. Ich werde die Autorität des Abgeordnetenmandats nutzen, um diese Priorität in der Öffentlichkeit wieder stärker zu vermitteln.

· Kinder mit Behinderungen und ihre Familien verdienen unsere besondere Zuwendung und Hilfe. Ich möchte meine Rolle als Abgeordneter auch dazu nutzen,um dies in Frankfurt zu verdeutlichen und zu fördern. Ich befürworte integrative Ansätze in der Pädagogik, soweit sie der fachlichen Wissensvermittlung nicht abträglich sind.

· Zum Schutz der Familie gehört auch der Schutz des Lebens. Schlimme Notlagen, Konflikte, Fehler und kritische Situationen können werdende Mütter zu einer Abtreibung bewegen. Wir sollten darüber nicht urteilen, sondern vielmehr möchte ich in Frankfurt helfen, alle staatlichen Mittel zu mobilisieren, um Mütter in solchen Situationen beizustehen, damit sie sich im Zweifel für ihr Kind entscheiden können. Ich engagiere mich bei dem Verein Pro Femina und werde persönlich das mir zur Verfügung Stehende tun, um in derartigen Fällen menschlich und konkret zu helfen.

· Jeder Mensch soll sein Leben in Würde beenden dürfen. Das bedeutet für mich, Sterbehilfe nicht zu legalisieren, sondern für eine optimale Palliativversorgung einzutreten und die Hospize in Frankfurt zu unterstützen, in denen menschenwürdig die letzten Schritte des Lebens gegangen werden können. Deren Arbeit möchte ich als Abgeordneter deutlicher ins Bewusstsein rücken.