Publikationen

Das Schreiben ist mir ein inneres Bedürfnis und als Leidenschaft noch wichtiger als die Politik. Zunächst schrieb ich fachlich – inzwischen belletristisch.

Meine erste Veröffentlichung erfolgte im Jahr 2001 und lautete How strong was the Bundesbank?. Diese Arbeit rührte von meinem Studium in Oxford her und beleuchtete die Rolle unserer Notenbank in der deutschen Wiedervereinigung und beim Aufbau der europäischen Währungsunion.

Danach beschäftigte ich mich am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln eingehend mit dem sogenannten Stabilitätspakt, der die Finanzpolitik in der Eurozone regeln sollte. 2003 veröffentlichte ich The Stability and Growth Pact – Not the best but better than nothing als Überblick über die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema. Im selben Jahr folgte, gemeinsam mit Amy Verdun, das Papier The Dog that would never bite? The past and future of the Stability and Growth Pact, in dem wir die Genese des Stabilitätspakts untersuchten. Auf dieser Basis konnten wir mehrere Buchbeiträge als auch Artikel in namhaften Fachzeitschriften publizieren, darunter dem Journal of Public Policy und, auf theoretischer Ebene, im Journal of Common Market Studies.

Im Jahr 2005 legte ich schließlich in Köln meine Dissertation vor, die für den Stabilitätspakt ein, wie ich es nannte, Selbstbindungsdilemma feststellte. Darunter verstand ich die Unmöglichkeit für die Finanzpolitik, sich glaubwürdig auf Dauer ihren selbstgesetzten Regeln zu unterwerfen – der Pakt mußte aus meiner Sicht scheitern.

Als Ökonom bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main legte ich zwei Studien vor: Finanzpolitische Reformen in unterschiedlichen Ländern verglich ich gemeinsam mit Ludger Schuknecht und Sebastian Hauptmeier in Expenditure Reform in Industrialised Countries. Strukturreformen verglich ich gemeinsam mit Melanie Ward-Warmedinger in Economic and Social Models in Europe and the Importance of Reform. Außerdem lieferte ich mit Demosthenes Ioannou gemeinsam einen Buchbeitrag unter dem Titel EMU, Political Union and Economic Performance: Lessons from the Stability and Growth Pact and the Lisbon Strategy.

Meine wissenschaftlichen Arbeiten fanden ihren Abschluß in einer Buchpublikation zum Stabilitätspakt, wiederum gemeinsam mit Amy, die im Jahr 2010 bei Cambridge University Press unter dem Titel Ruling Europe erschien.

Im Jahr 2011 erschien mein erster Roman Der Tramp, der aus mehreren Gesprächen hervorgegangen war, die ich mit einem Obdachlosen im Frankfurter Bankenviertel geführt hatte. Das Buch ist inzwischen nur noch gebraucht lieferbar – oder direkt bei mir (auf Wunsch auch gerne mit Widmung).

Meine Erfahrungen und damaligen Ansichten zur Eurokrise verarbeitete ich 2012 in dem utopischen Essay Lost in a Dream, nachdem ich zuvor die Denkschrift Großer Wurf verfaßt hatte: Ich empfand seinerzeit die Eurokrise als historische Chance zur Vollendung der europäischen Einigung zu einem föderalistischen Bundesstaat. (Inzwischen sehe ich die Dinge sehr viel skeptischer. Wenn es diese Chance je gegeben hat, dann wurde sie jedenfalls gründlich verpaßt.)

Seit jeher schreibe ich gerne über meine Reisen; zwei jüngere Aufsätze dieser Art spielen in den Alpen: Der höchste Berg und das Haute Route Tagebuch, das unter dem Titel Warum bloß? durch den Österreichischen Alpenverein veröffentlicht wurde.

Derzeit arbeite ich an einer Reportage in Buchform über meine Zeit im Kosovo vor zehn Jahren: Macchiato Diplomacy ist im Jahr 2017 erfolgreich in Serbien erschienen. Die deutsche Fassung wird im Frühsommer 2021 erscheinen – hier gibt es schon einmal eine Leseprobe aus dem Original-Manuskript. Das Thema Kosovo behandelte ich auch 2018 im CATO-Magazin, das meinen Aufsatz In den Schluchten des Balkan veröffentlichte.

Im Sommer 2019 erschien mein Europa-Aufsatz The European Quagmire. Im Frühjahr 2020 publizierte ich den Aufsatz Umwelt – oder Schöpfung und Natur?, gefolgt von Für Deutschland und die CDU kann es kein einfaches „Weiter so“ geben.

Am 28. Juni 2021 schließlich erschien mein neues Buch: Von einem, der auszog, einen Staat aufzubauen. Diese wahre Geschichte handelt von einer jungen Republik namens Kosovo – zielt aber weit darüber hinaus: Sie beleuchtet den staatspolitischen Zustand des demokratischen Westens und sein Scheitern im eigenen Hinterhof.

In einer am Montag, den 09.08.21, ausgestrahlten Rezension urteilte der Deutschlandfunk über das Buch:
„Lesenswert… In der Sache hat Heipertz Recht.“
„Das Buch nimmt uns mit in serbische Klöster, KFOR-Kantinen, das marode Minen-Imperium Trepča aber auch hinter die Kulissen der internationalen Verwaltung. […] Es ist Heipertz‘ Abrechnung [… und] hält auch manche Überraschung parat.“
„Willkommen auf dem Balkan.“

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